Aktienkurs

Der Aktienkurs stellt den Wert der Aktie im Sinne des Preises dar, den man dafür zu einem bestimmten Zeitpunkt an der Börse erzielen kann. Die Börse kauft und verkauft Aktien nicht selbst, sondern vermittelt Aktiengeschäfte nur. Das bedeutet, sie legt die Aktienkurse laufend so fest, dass eine maximale Menge gehandelt werden kann. Ein Handel findet nur dann statt, wenn Angebot und Nachfrage übereinstimmen, also für die zum aktuellen Kurs angebotenen Aktien auch Käufer existieren, die bereit sind, diesen Preis zu zahlen. Die maximal handelbare Menge an Aktien lässt sich demnach bestimmen, indem die Kauf- und Verkaufsorder mit ihren jeweiligen Limits gegenübergestellt werden. Aktienkurse unterliegen starken Schwankungen. Einfluss darauf hat nicht nur die Entwicklung des inneren Werts der jeweiligen Aktie, also die Entwicklung der zugrunde liegenden Aktiengesellschaft und ihrer Gewinne selbst, sondern auch vielfältige andere harte und weiche Faktoren. Positive wie negative Unternehmens- und Branchennachrichten schlagen sich beispielsweise oft sofort im Aktienkurs nieder, wobei es nicht selten zu Überreaktionen kommt, also zu einem stärkeren Niederschlag der Nachricht im Aktienkurs als inhaltlich gerechtfertigt wäre. Wer sein Vermögen in Aktien anlegt, schaut dabei normalerweise auf die zu erwartende Entwicklung des Unternehmens. Aus diesem Grund beeinflussen Erwartungen die Kursentwicklung häufig stärker als tatsächlich eingetretene Entwicklungen, die sich nur dann im Kurs bemerkbar machen, wenn sie deutlich vom Erwarteten abweichen. Aber auch Einflussfaktoren außerhalb des jeweiligen Unternehmens, etwa die Zinsentwicklung und die allgemeine Wirtschaftslage nehmen deutlich Einfluss auf den Aktienkurs, da eine Anlage in Aktien dadurch allgemein attraktiver oder weniger attraktiv werden kann.

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